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Blonde d'Aquitaine PDF Drucken E-Mail
Zuchtziel der Rasse "  Blonde d`Aquitaine"

Nach Maßgabe des Bundesverbandes Blonde d`Aquitaine e.V und nach Maßgabe der BDF-Zuchtleitertagung vom Juni 2007
  

Produktionsziel :  Mutterkuhhaltung

Farbe : 

einfarbig hellgelb bis weizenfarben mit Aufhellungen um Auge und Flotzmaul; Innenseite der Extremitäten und Bauchunterseite# hell; rosa erscheinende unpigmentierte Schleimhäute; helles, elfenfarbiges Horn mit dunklerem Enden

Körperbau:

großrahmig; rechteckformatig durch ausgeprägte Körper-und Beckenlänge; feingliedriger Knochenbau; feine Haut; kleiner Kopf mit breiter Stirn und ausgegeprägtem Flotzmaul; dreieckige Gesichtsansicht; mittellanges, nach vorn leichtabfallend gebogenes, feines Horn; ausgeprägte bemuskelung in allenfleischtragenden Körperpatien, vor allem in Rücken und Keule.

Produktionseigenschaften:

ruhiges, umgängliches Wesen; leichte Geburten; feingliedrige, vitale Kälber; hohe Nettozunahmen; beste Fleischqualität mit geringer Fettauflagerung; feine Fleischfaser; hohe Schlachtausbeute; langlebige, produktive Tiere; gute Einkreuzungsfähigkeit in Milch-und Fleischrassenzur Verbesserung der Ausschlachtung.

Haarkleid:

kurzhaarig, glatt

Maße:

Kühe um 150 cm Wiederristhöhe
Bullen um 160 cm Wiederristhöhe


Gewichte:

Kühe:   900- 1100 kg
Bullen: 1200- 1500 kg



Blonde d'AquitaineHaltung:

In der  Haltung ist das BA-Rind problemlos, die Mutterkuhherde ist ruhig und anpassungsfähig hinsichtlich Klima und Futtergrundlage. Es erlaubt eine extensive Haltungsform mit Weidegang im Sommer und Heu oder Grassilage im Winter. Sein enormes Wachstumspotential zeigt die Rasse aber bei intensiver Fütterung.Tageszunahmen von bis zu 2 kg in der Jungbullenmast sind ohne weiteres möglich. Die in Deutschland zwischen 10 und 40 Tieren umfassenden Mutterkuhherden werden bei Weidegang im Sommer, der je nach Standort von April bis November dauert (einige Züchter halten die Tiere auch ganzjährig im Freien) im Winter mit Heu und/oder Grassilage und je nach Region mit Maissilage gefüttert. Die Kälber sind dankbar für eine Zufütterung von energiereichem Getreide im Kälberschlupf.

Zuchtqualitäten:

Als Garanten für eine gute Produktivität stehen Langlebigkeit , Fruchtbarkeit und gute Muttereigenschaften . Das Erstkalbealter liegt bei durchschnittlich 2,5 Jahren . Reine Produktionsbetriebe  lassen  die Färsen schon mit 2  Jahren abkalben, indem sie Sperma von auf Leichtkalbigkeit geprüfter Vererbern einsetzen. Die Durchschnittskuh erreicht ein Alter von bis zu 11 Jahren mit ca. 8 Kälbern. Elitekühe werden bis zum Alter  von 15 Jahren  zur  Zucht benutzt, wobei selbstverständlich Kalb pro Jahr produziert wird. Die gute Ausprägung des großen Becken der Blonde d'Aquitaine-Kühe fördert die Leichtkalbigkeit dieser Fleischrasse . Trotz der beschriebenen Eigenschaften haben die Kälber ein hohes Geburtsgewicht : 47 kg bei männlichen und 44 kg bei weiblichen Kälbern . DieMuskelausprägung an den Schultern , am Becken und an den Schenkeln bilden sich im Alter von 3-4 Wochen heraus . Das hervorragende Muskelbildungs- und Wachstumsvermögen ist dadurch dokumentiert, dass die blonden Jungbullen
hohe täglieche Zunahmen (über 1.400 Gramm) in der Fleischleistungsprüfung aufweisen .


Vermarktung:

Die Rasse eignet sich für alle Produktionsformen :

Milchmastkälber:
Absetzer (Fresser)

Jungbullen

Färsen

Blonde d'AquitaineBei der Mutterkuhhaltung auf der Weide werden die Kälber in 8 Monaten bis zu 380 kg schwer . In der Intensivmast erreichen sie nach 14-16  Monaten ein Lebendgewicht von 600-700 kg . Trumpf der Blonde d'Aquitaine-Rasse ist der Schlachtkörper . Die Tiere können in jedem Lebensalter geschlachtet werden . Die Fleischqualität ist vom Milchmastkalb über Absetzer bis hin zu den Jungbullen überragend . Trotz geringer Fettauflagerung ist der Intramuskulare Fettgehalt ausreichend , um einen hervorragenden Fleischgeschmack zu gewährleisten . Die ausprägung von Schulter ,Rücken und Keule garantiert häufig eine E-Klassefizierung bei einer Schlachtausbeute von 65-70 % , was erst durch den geringen Knochenanteil möglich wird . Auch das Fleisch älterer Tiere hat eine sehr gute Qualität, die es ermöglichen ,hohe Erlöse  für ältere Schlachtkühe zu erzielen. Durch das langandauernde Wachstum können Bullen , ohne zu verfetten , weitergemästet werden , ohne einem Schlachtzwang zu unterliegen.

Zusammenfassung:
Leichtkalbigkeit , schnelles Nettowachsetum , hohe Schlachtausbeute bei hervorragender Schlachtkörperbeschaffenheit , geringe Fettdepots und feinfaseriges Fleisch in der Reinzucht werden auch bei Einkreuzung in Mehrnutzungs- und Milchrassen ,aber auch in andere Fleischrassen sowohl auf der Vater- als auch der Mutterseite vererbt. Umfangreiche wissenschaftliche Studien belegen dies .

 
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